und Tschüß!

Liebes myblog!

Du warst mein Einstieg in das Bloggerleben, hast mir eine Welt eröffnet, ohne die ich nicht mehr leben kann, oder meine, nicht mehr leben zu können. Ganz zu schweigen, nach den Leuten, die ich kennengelernt habe. Doch es hat sich ausgemybloggt. Ich wechsel zu Wordpress, scheint es mir doch bedienerfreundlicher!

Wir lesen uns ab jetzt hier:

http://dunesieben.wordpress.com/

(Kommentare hier werde ich noch lesen, aber nicht mehr beantworten. Gegebenenfalls übernehme ich die für mich wichtigen Themen im Wordpress Blog)

Immer...

... noch Gemurkse am layout...
Ich bin doof, ungeschickt, unkreativ, tapsig und schmeiß jetzt alles hin!

Ähem - also ich arbeite gerade an dem neuen Header...

die Jagd

Ich also heute Morgen los mit den Gedanken "etwas anständiges fürs Krankenhausbett muss her"! Teuer sollte es nicht sein, trage ich doch ins unserem super-duper-dichtem und ergo super-duper-warmen Energiesparhaus nur das allernötigste Fitzelchen an Nachtkleidung. Und nicht zu aufreizend. Was sollen denn die Ärzte denken?

Es gibt einfachere Unterfangen, als ein schlichtes Nachthemd zu finden. H&M war äußerst unergiebig, will snoopy und kitty doch gar nicht zum Thema Hysterektomie passen. In andere Läden fand ich nur oberschrullige Sachen. (Und Bettjäckchen!! Es gibt tatsächlich Bettjäckchen!) Meine größte Angst ist fortan, dass meine 85jährige Bettnachbarin und ich das gleiche Nachthemd anhaben...

(Ich habe dann doch ein Zweierpack Nachthemden gefunden. So schlicht wie es nur geht für meinen Geschmack immer noch nicht schlicht genug und günstig genug, dass es nicht allzu sehr schmerzen wird, wenn ich die Monster Dinger nie wieder anziehe!)

Das Ding mit der Disziplin

Die Kommentare auf diesen Beitrag haben mich etwas erstaunt. Ist es so bemerkenswert, daß meine Kinder freiwillig den Staubsauger rausholen und den von ihnen produzierten Dreck aufsaugen? Oder ist es eine Frage der Disziplin? Disziplin - ein Wort, das man nicht gern benutzt. Es hat dieses Stigma von Druck, Enge und Starre. Positiv angewendet kann es aber den Effekt haben, daß Kinder freiwillig den Staubsauger schwingen. Oder wenigstens morgens, wenn sie mit vom Vortag dreckigen Schuhen im Eingangsbereich alles vollbröseln, eine Entschuldigung und ein "ich saug das nach der Schule auf" murmeln. Natürlich spring ich dann nicht den ganzen Vormittag über den Dreck, sondern sauge es selbst schnell auf, denn ich sehe/höre ja, der Wille es selbst zu machen, ist da.

Es geht sogar noch weiter: Gestern war Bettenbeziehtag im Hause DüneSieben. Bei uns läuft das so: Die Kinder ziehen die Betten selbst ab, drehen die Bettwäsche auf die richtige Seite, ich lege ihnen frische Bettwäsche raus und sie beziehen ihren Betten selbst. Meistens klappt es mit Getobe und Gewurschtel so gut, daß ich gar nicht helfen muß. Gestern habe ich dann die Spannlaken von den Zwillingen übernommen, deren Arme waren einfach zu kurz!

Zur Erinnerung: die DüneSieben-Kinder sind 11 Jahre (die Große) und 9 Jahre (die Zwillinge) alt. Es sind keine Kleinkinder, die hier geknechtet werden. Und ja, ich bin nicht berufstätig, zumindest gehe ich zum Arbeiten nicht aus dem Haus. Was aber nicht heißt, daß ich mich zur Vollzeitputze mache und alle mit Dreckschuhen über mich rüberstiefeln dürfen.

Abgesehen von Bettenbeziehen und Staubsaugen, haben die Kinder auch andere Pflichten, die eigentlich gar nicht als "Pflichten" gekennzeichnet sind. Wem der Gestank des Katzenklos als erstes in die Nase beißt, der säubert es auch bitteschön. Wer dicke Zahnpastawürste im Waschbecken antrocknen läßt, spachtelt sie selbst wieder ab. Im Sommer, wenn die Wäsche draußen trocknet, kommen sie alle dran mit Wäsche aufhängen oder abnehmen. Und einige Kleinigkeiten mehr, die mir jetzt nicht einfallen, weil sie uns allen in Fleisch und Blut übergegangen sind...

Einige beschleicht nun sicherlich das Gefühl, ich hätte entweder Wunderkinder oder bin die Seargent-Major-Mutter. Weder noch. Es ist das Ergebnis jahrelangen Redens. Immer wieder Drauf-aufmerksam-machen. Immer wieder erklären. Immer wieder bitten. Manchmal auch Mißerfolge. Oft auch trotz Bitten, die Dreckschuhe draußen stehen zu lassen, wieder Knirschen unter den Füßen und alle ignorieren es. Und dann bin ich es doch, die einsam und allein putzt, saugt und wischt.

Wir haben keine Regeln für Dinge wie z.B. Geschirrspüler ausräumen. Haben wir versucht, funktioniert nicht. Dann ist das Kind, das mit dem Ausräumen dran ist, nicht da/krank oder whatever... Und alles bricht zusammen. So regeln wir es nach Bedarf, bzw. regeln die Kinder es oft unter sich "einer räumt unten aus, der/die andere oben"... Oder so. Natürlich gibt das oft Streit. Aber auch das müssen sie lernen.

Ich bin der Meinung, daß man seinen Kindern keinen Gefallen tut, wenn man sie nicht mit einbezieht. Mein Ziel ist es, daß sie nicht stur irgendwelchen Regeln folgen, sondern eben selbst merken, daß das Knirschen unter den Füßen ihr Verdienst ist und es selbst beseitigen. Ganz einfach.

Im Umkehrschluß finde ich es so viel angenehmer, wenn Besucherkinder ihren Teller selbst in die Küche tragen (auf dem Weg aus dem Eßzimmer!) und nicht nur gedankenlos vom Tisch aufstehen. Gleichzeitig weiß hoffe ich, daß meine Kinder sich woanders einigermaßen sozialverträglich benehmen. Nicht, damit ich Komplimente über die Erziehung einheimse, sondern um den Kindern den sozialen Umgang zu erleichtern. Denn wer seinen eigenen Teller abräumt, dessen Wahrnehmung für das Geschehen um ihn herum ist geschärft und er sieht hoffentlich auch, wer oder was sonst noch Hilfe braucht.

Ich habe gerade das Gefühl, daß ich nicht die richtigen Worte finde. Mein Ziel ist es, bei den Kindern ein gewisses Feingefühl zu wecken und daß sie mit einem Bewußtsein durch die Welt gehen, daß sich die Dinge nicht von allein tun.

Anhang an Frau Amis Post für Kinderlose

Frau Ami, darf ich als etwas reifere Mutter mit der "Kinder in Grund- und weiterführender Schule-Phase" weitermachen? Also:

Auch große Kinder sind wunderbar. Sie stellen im Beisein anderer Erwachsener keine peinlichen Fragen ala "Mama, was heißt das, wenn eine Frau ihre TAGE hat, eigentlich?". Stichwort Besuch von Erwachsenen: Sie verkrümeln sich natürlich in ihr Zimmer wenn Besuch kommt. Sie nerven nicht rum, daß jemand mit ihnen ein Spiel spielen soll. Sie kloppen sich nicht während die Eltern unten versuchen, den Besuch bei Laune zu halten, lauthals oben mit den Geschwistern. Und WENN, dann machen sie das untereinander aus, sie ziehen keine Eltern/anwesenden Besucher mit hinein.
Sie stellen auch kein Anspruch auf das Fernsehprogramm, weder wenn Besuch da ist "warum dürfen wir nicht Kalle gucken, während ihr Erwachsenen im selben Raum seid und essen wollt?!". Noch sonst. Der Abend gehört nach wie vor Ihnen, sowohl als die Couch (da flegeln sich keine Kinder drauf, die sitzen oben und machen ihre Hausaufgaben) als auch die Fernbedienung.
Sie als Eltern bestimmen nach wie vor den Tagesablauf. Morgens stehen die großen Kinder selbst auf, bereiten sich ihr eigenes Frühstück und Pausenbrot zu und bringen Ihnen einen Kaffee ans Bett, bevor sie leise die Tür hinter sich zuziehend in der Dunkelheit verschwinden. Sie brauchen sie nicht in aller Herrgottsfrühe morgens durch die Dunkelheit 800m eine Strecke zur Bushaltestelle bringen, zu Fuß versteht sich. Und wenn Sie dieses doch tun, so danken die Kinder es Ihnen mit anregenden Gesprächen und Küsschenwinken durchs Busfenster. Das Küssen der mütterlichen Wange überhaupt ist ihnen nie, in keinem Alter, peinlich.
Jegliche Mahlzeit wird von den Kindern gewürdigt und - falle sie auch mal etwas weniger schmackhaft aus - sofort vertilgt. Selbstverständlich nach jeder Mahlzeit, ist das Abdecken des Tisches und Anstellen des Geschirrspülers. Die Kinder packen nach dem ersten Signal des abgelaufenen Geschirrspülerprogramms diesen unverzüglich aus!
Diskussionen über den Weltfrieden, Schulwahl, Schulnoten, Tischmanieren usw. fallen immer zu Ihren Gunsten aus. Der Nachwuchs hört Ihnen aufgeschlossen, ohne ins Wort zu fallen, mit glänzenden Augen zu. Die Kinder respektieren Sie zu jeder Zeit und stellen Ihre Ansichten, Regeln und Grundsätze nie in Frage.
Es ist die reine Freude - einziger Haken an der Sache ist, daß diese relativ kurz währt - im Durchschnitt nur etwa 18 bis 20 Jahre. Dann ziehen die einstigen Kinder, als von Ihnen gut auf das Leben vorbereitete Erwachsene, in die Welt hinaus!

trippeltrippel auch bei uns

Das geht auch noch bei den großen neunjährigen Jungs so: die spielen draußen, klingeln plötzlich Sturm, gehen mit dreckigen Schuhen versteht sich hektisch auf und ab, knöpfen (knöpfen - wenn sie ne coole Jeans anhaben, ansonsten nesteln sie panisch am Reißverschluss rum) die Jeans auf IM GEHEN und dann ab aufs Klo - aahhhh! Und dann erst Schuhe ausziehen, Staubsauger holen, Dreck aufsaugen Staubsauger mitten im Eingang liegenl assen und wieder ab nach draußen - weiterspielen!